Der Abschied braucht Zeit und Ruhe

Ein persönlicher Abschied hilft beim Loslassen.

Foto: "Steinerne Rosen" - Abschied | Bestattungshaus ZEITLOS Herford

Würdevolle Abschiednahme mit dem Bestattungshaus Zeitlos Herford


Abschied: Am Ende der Reise gut angekommen

Der Tod eines Menschen ist für diejenigen, die ihn geliebt haben kaum zu begreifen. Abschiednahme braucht Zeit und insbesondere in den schweren Anfangstagen der Trauer verweilen die Gedanken sehr lange und intensiv beim Verstorbenen. Leider gehören gerade zu dieser Zeit organisatorische Verpflichtungen, Behördengänge und komplizierte Bürokratie dazu. Um Ihnen all das zu erleichtern, nehmen wir unsere Rolle als Bestattungsinstitut ernst und geben Ihnen die Möglichkeit, uns die Dinge anzuvertrauen, die Sie selber gerne aus der Hand geben möchten. Gleichzeitig werden wir dafür sorgen, dass Sie Ihren geliebten Menschen würdevoll und persönlich verabschieden können. Ganz nach Ihren Vorstellungen, unter Berücksichtigung persönlicher Rituale, einer herzlichen Lebensfeier und/ oder einer rührenden Abschiedsfeier. Denn einen geliebten Menschen zu verabschieden, ist große Vertrauenssache - dessen sind wir uns vollkommen bewusst. Und Ihre Abschiedsfeier darf so individuell sein, wie jedes Leben selbst.

Grafik: Schmetterling auf Rapsblüte / Abschied: am Ende der Reise gut angekommen / Bestatter in Herford

Der Zeitpunkt der Abschiednahme - wann Sie uns kontaktieren können

 

Tritt ein Trauerfall zuhause ein, sorgt das im ersten Augenblick natürlich für inneres Chaos. Niemand kann jemals ganz auf so einen Vorfall vorbereitet sein. Doch so schwierig dieser Moment auch ist - versuchen Sie Ruhe zu bewahren. Rufen Sie Ihren Hausarzt an, oder, falls dieser nicht erreichbar ist, die Notrufnummer 112. Erst wenn ein Arzt die Todesbescheinigung ausgestellt hat, dürfen wir mit der Überführungsvorbereitung beginnen. Tritt der Trauerfall im Krankenhaus oder Pflegeheim ein, erleichtert in der Regel das Pflegepersonal die Vorgehensweise und übernimmt das Anrufen des Arztes für Sie.


Damit Sie uns in jedem Fall erreichen können und wir gemeinsam die Aufbahrung und Abschiedsfeier planen können, haben wir 24-Stunden-Hotline für Sie. 365 Tage im Jahr, egal, wann und wo Sie uns brauchen: 05221-1769230

Fünf Trauerphasen nach Elisabeth Kübler-Ross

Elisabeth Kübler-Ross, eine schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin, wurde durch ihr Buch „Interviews mit Sterbenden“ aus dem Jahr 1969 weltbekannt. In ihrem Buch stellt sie ein Modell vor, nach dem Menschen beim Sterben fünf verschiedene Phasen durchlaufen. Diese spiegeln sich im Empfinden der um sie Trauernden wider. Die Trauerphasen nach Kübler-Ross versuchen also zu beschreiben, wie Sie als Begleitender den nahenden Tod und das Sterben eines geliebten Menschen erleben.

 

Phase 1: Leugnen

Ähnlich wie Verena Kast beobachtet Kübler-Ross in der ersten Trauerphase ein Nicht-Wahrhaben-Wollen der Betroffenen, das häufig mit einem Gefühl der Isolierung einhergeht. Sie versuchen, den Befund zu verdrängen. Diese Phase beginnt bereits mit der Nachricht vom bevorstehenden Tod. Sie können dem Trauernden helfen, indem Sie anbieten, sich gemeinsam mit ihm mit der Diagnose oder dem Tod auseinanderzusetzen.

 

Phase 2: Zorn

Die zweite Trauerphase beschreibt Kübler-Ross als eine Phase der Wut. Sie richtet sich gegen den Sterbenden, weil er den Trauernden verlässt oder bereits verlassen hat, und/oder gegen andere Menschen, weil sie weiterleben dürfen. Diese Gefühle sollten zugelassen und freigesetzt werden. Um die Trauerarbeit zu unterstützen, können Sie als Ansprechpartner dasein und dem Trauernden zuhören. Nehmen Sie es keinesfalls persönlich, wenn sich seine Wut einmal gegen Sie richten sollte.

 

Phase 3: Verhandeln

Diese Phase der Trauer hält meistens nicht lange an. Die Betroffenen beten zu Gott oder versuchen, sich durch alltägliche Verrichtungen einen Aufschub des Unvermeidlichen oder eine Erleichterung ihrer Schmerzen zu erhandeln. Oft stecken verborgene Schuldgefühle hinter solchen Verhaltensweisen. Deshalb kann es den Trauernden helfen, wenn sie mit einem Menschen darüber sprechen, der ihnen nahesteht. Tagebuch schreiben ist ein guter Weg, um sich ungelöster Konflikte in der Trauerarbeit bewusst zu werden.

 

Phase 4: Depression

Die vierte Phase der Trauer ist nach Kübler-Ross von einem Gefühl der inneren Leere, aber auch von Reue und Verzweiflung geprägt. Betroffene grübeln über ihren Verlust nach, was sie versäumt haben und was sie hätten anders machen sollen. Mit Geduld und Mitgefühl können Sie dem Trauernden helfen.

 

Phase 5: Akzeptanz

In der letzten Trauerphase haben die Betroffenen Emotionen wie Wut, Hoffnung oder Schmerz bereits hinter sich gelassen. Sie befinden sich in einem Zustand der Resignation: Der Kampf ist vorbei und der Tod akzeptiert. Diese Phase kann für Trauernde und die Menschen, die sie begleiten, besonders schwierig sein. Angehörige erleben häufig negative Reaktionen wie Ablehnung oder Zurückweisung. Es ist wichtig, dass Sie dem Hinterbliebenen trotzdem weiterhin zur Seite stehen. Psychologen empfehlen, dass Sie weiterhin zuhören und für ihn da sind.

 

Trauer, die in Wellen kommt

Neben den Trauerphasen-Modellen von Verena Kast und Elisabeth Kübler-Ross gibt es auch andere Modelle des Trauerverlaufs. Nach Ansicht des US-amerikanischen Psychologen und Trauerforschers George A. Bonanno verläuft die Trauer zum Beispiel in Wellen: sie kommt und geht. Nach dem Tod eines geliebten Menschen werden die Hinterbliebenen wieder und wieder von tiefer Trauer überrollt. Dazwischen treten allerdings auch positive Gefühle auf, die ihnen helfen, den Verlust zu ertragen und die Trauer zu bewältigen. Die Intensität der Trauer nimmt im Lauf der Zeit ab, so dass die Trauerwellen erträglicher werden, bis der Trauernde sein Gleichgewicht wiederfindet und weiterleben kann.

 

Das Wellenmodell liefert eine verständliche Erklärung dafür, warum Trauernde schon kurze Zeit nach der Bestattung erträgliche oder „normale“ Momente erleben und sogar lachen können, um bald darauf wieder tief zu trauern.

Wir wissen wie schwierig und emotional solche Momente sind und stehen Ihnen mit Herzenswärme, Einfühlungsvermögen und tatkräftiger Unterstützung zur Seite. Gerne möchten wir Ihnen dabei helfen, unter Umsetzung individueller Rituale, einer persönlichen Lebensfeier und einer würdevollen Zeremonie Abschied zu nehmen. Selbstverständlich haben Sie ein wenig Zeit, um noch einmal alleine mit dem Verstorbenen zu sein, bevor wir mit der offiziellen Aufbahrung beginnen. Gesetzlich ist es Ihnen die Abschiednahme zuhause bis zu 36 Stunden lang erlaubt. In dieser Zeit ist nochmal Gelegenheit für private Rituale und Worte. Danach setzen wir uns mit Ihnen zusammen und besprechen alles weitere. In einigen Fällen haben Verstorbene bereits eine Bestattungsvorsorge abgeschlossen und damit bereits alle bürokratischen Fragen geklärt. Doch machen Sie sich keine Sorgen, wenn dies bei Ihnen nicht der Fall ist. Wir nehmen uns ausreichend Zeit um durch persönliche Gespräche mit Ihnen herauszufinden, wie wir den Verstorbenen nach seinen und Ihren Wünschen am besten gehen lassen. Es muss nicht immer die klassische Friedhofsbestattung oder eine zeremonielle Aufbahrung sein und wir nehmen Ihnen gerne alle Formalitäten ab, um Alternativen und die Lebensfeier zu Ehren des Verstorbenen in die Wege zu leiten. Kurzum: Wir vom Bestattungsinstitut Zeitlos sind mit aller Zeit für Sie. Für alle Notwendigkeiten. Zum Zuhören. Zum Reden.